Graz, 23. Mai 2017

Die Sozialpartnerschaft lebt!
ÖGB Regionalkonferenz Graz

Vorsitzender Gerald Haßler konnte unter zahlreichen Ehrengästen auch den Bürgermeister der Stadt Graz, Siegfried Nagl, begrüßen. Dieser hob das Motto „Zukunft der Arbeitswelt“ lobend hervor und bedankte sich dafür, dass der ÖGB über dieses wichtige Thema ernsthaft nachdenkt. Im Übrigen bekannte er sich auch zur österreichischen Sozialpartnerschaft und hob sich damit von der kürzlich erfolgten Wortspende eines Bundesministers positiv ab. Continue reading

Obersteiermark Nord, 5. Mai 2017

1.700 Euro für alle!
ÖGB Regionalkonferenz Obersteiermark Nord

Im Liezener Kulturhaus fand die fünfte Regionalkonferenz des Jahres statt – die „Halbzeit“ ist also bereits überschritten! Neben dem Konferenzmotto „Zukunft der Arbeitswelt“ nahm in der nördlichen Obersteiermark auch die laufende ÖGB-Mindestlohnaktion gebührenden Platz ein. Continue reading

Oststeiermark, 22. April 2017

„Tue Gutes und rede darüber“!
ÖGB Regionalkonferenz Oststeiermark

Ein historisch gewachsener Industrie- und Gewerbeort war der Schauplatz für die bereits vierte Regionalkonferenz in diesem Jahr. „Doch auch viele Sozialeinrichtungen haben in Neudau ihr Zuhause gefunden“, so Bürgermeister Wolfgang Dolesch, der selbst aus einer Textil-Arbeiterfamilie stammt und ihr seine Prägung und Sozialisierung verdankt. Dolesch steht der Arbeitnehmer*innenvertretung äußerst positiv gegenüber und ist stolz auf den engen Schulterschluss zwischen ihr und der Gemeinde. Continue reading

Workshop „Zukunftsvisionen – Gewerkschaft 4.0“

Zukunftsfragen sind derzeit in aller Munde. Utopien, mehr aber noch Dystopien scheinen allgegenwärtig, Fragestellungen des Wandels von Arbeits- und Lebenswelten bewegen zahlreiche Menschen – in besonderem Maße auch uns als Gewerkschafter*innen. Welche Konsequenzen ergeben sich aus Veränderungen, wie kann reagiert werden, bestehen Chancen, sich aus Sicht der Arbeitnehmer*innen optimal darauf vorzubereiten?

Diesen und weiteren Fragen widmeten wir uns im Rahmen eines zweitägigen Workshops mit Forschenden, Arbeitnehmer*innenvertretern und Expert*innen, in dem Modelle möglicher Entwicklungen durchdacht und Lösungsansätze diskutiert wurden.

Wie müssen wir zukünftig unser Ausbildungs- und Bildungssystem gestalten?

So unsicher sämtliche Entwicklungen und deren Einschätzung sind, so einhellig ist die Übereinstimmung aller Kommentator*innen darüber, dass es vermehrter Anstrengungen im Sektor Bildung bedarf, um gut gerüstet in die Zukunft zu gehen.

Die fehlenden Kompetenzen in basalen Fähigkeiten und Kulturtechniken wie lesen, schreiben und rechnen verhindern vielfach den Aufbau weiteren Wissens. Grundfähigkeiten stärken, Lernlust implementieren und immer wieder wachrufen; den Umgang mit und die Handhabung von sogenannten neuen Medien vermitteln; tatsächlich Möglichkeiten für lebenslanges Lernen schaffen muss die Devise lauten.

Welche neuen Risiken tun sich auf und welche Sicherungssysteme braucht es?

In der derzeitigen Arbeitswelt erfolgt eine überwältigende Anzahl aller denkbaren Arbeitsschritte bereits digital, somit sind auch Aufzeichnung und Messung stets präsente Faktoren von Arbeitsbeziehungen.

Daher muss die Frage der Datensammlung und damit in unmittelbarem Zusammenhang der Datensicherheit gestellt werden.

Neue Formen von Arbeitsverhältnissen (beziehungsweise die Neuorganisierung von Arbeitsverhältnissen) und deren Einbindung in herkömmliche gesetzlich vorgeschriebene Absicherungssysteme müssen geklärt werden. Das Schlagwort der Scheinselbstständigen ist hinlänglich bekannt.

Die Digitalisierung trägt das Potential in sich, zu einer Demokratisierung der Gesellschaft beizutragen. Gleichzeitig gilt es, die gegenteiligen Gefahren nicht außer Acht zu lassen, die Social Media-Instrumente bergen.

Als ein weiterer Aspekt sind starke Anstrengungen darauf zu richten, die sogenannte „digitale Kluft“, die sich bereits weit geöffnet hat, zu schließen.